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Außenspielbereiche für Jugendliche gestalten

Geeignete Außenbereiche für Jugendliche zu gestalten, ist keine leichte Aufgabe und viele Planer finden es schwierig, die 10- bis 15-Jährigen erfolgreich anzusprechen.

Das KOMPAN Play Institute hat untersucht, was für die Jugendlichen eine attraktive Außenanlage ausmacht.

Wie fühlte es sich an, als man selbst 15 Jahre alt war? Was war einem wichtig und was mochte man nicht? Solche Fragen sind die größte Herausforderung für Planer, wenn sie ansprechende öffentliche Bereiche für Jugendliche entwickeln. Dabei dürfen sie sich aber nicht komplett auf ihre Erinnerungen als Inspiration stützen. Denn die sozialen und physischen Bedingungen für Jugendliche haben sich innerhalb der letzten 30 Jahre stark geändert. Der Sport, den die Generation der Erwachsenen genossen hat, ist für viele Jugendliche von heute zu anstrengend und demotiviert sie.

Mit der Kampagne "Nowhere to go" möchte das KOMPAN Play Institute - das unternehmenseigene Zentrum für Fachwissen in den Bereichen kindliches Spiel, Entwicklung und Lernen - die Planer inspirieren und vielseitige Plätze für junge Menschen schaffen. Daher hat es in Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden insgesamt 1040 Jugendliche im Alter von 13-16 Jahren zu diesem Thema befragt. KOMPAN hat dabei festgestellt, dass die Jugendlichen in diesen Ländern ähnliche Vorstellungen und Bedürfnisse haben. Die Hauptübereinstimmungen bestehen darin, dass die Jugendlichen gerne draußen sind, Plätze in der Nähe ihres Zuhauses bevorzugen und spielerische Umgebungen mögen. Die Untersuchung zeigte zudem interessante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. So bevorzugen Mädchen Spielaktivitäten wie Schaukeln, Klettern und Drehen, während Jungen sich eher für Ballspiele und Klettern sowie Fitness interessieren. Die bei Planern beliebten Skateboard-Rampen finden bei Jungen weniger Anklang als erwartet und stoßen bei Mädchen auf nur geringes Interesse. Die Jugendlichen sind sich einig, dass die Aktivitätsflächen von Zuhause aus mit dem Fahrrad gut erreichbar sein sollten und eine Auswahl an Spielmöglichkeiten bieten sollten. Die Mehrzahl behauptete, dass zum Zeitpunkt der Befragung zu wenige Plätze für sie bestehen.

Basierend auf KOMPANs Studie und den Erfahrungen von erfolgreichen Initiativen in Europa hat KOMPAN sechs Leitlinien entwickelt, die zu einem erfolgreichen Außenplatz für Jugendliche - dem KOMPAN GROUND - führen. Diese sind:
1. Miteinbeziehung der Nutzer und Bewohner der Umgebung,
2. Investition in den richtigen Standort,
3. Platz für soziale Aktivität,
4. Schaffung einer jugendlichen Atmosphäre,
5. Angebot zur körperlichen Aktivität,
6. Bereitstellung einer angenehmen und sicheren Umgebung.

Diese sechs Grundsätze sind die Mindestanforderungen, wenn es darum geht, einen geeigneten Platz für Kinder im Alter von 10-15 Jahren zu planen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der KOMPAN-Studie, bilden sie eine Basis für die erfolgreiche Spielplatzplanung.

Außenspielbereiche für Jugendliche gestalten