Vorschulkinder

Spielen ist für Kinder lebenswichtig

Vorschulkinder unterscheiden sich von jüngeren Kindern körperlich, sozial und kognitiv. Der Hauptunterschied bei den Spielmustern ist die Fähigkeit von Vorschülern „imaginäre“ Spiele zu spielen, die auf verbaler Interaktion beruhen. Rollenspiele in dieser Altersstufe können sich über Stunden oder gar Tage erstrecken, wenn das passende Umfeld gegeben ist.

Weiter fortgeschrittene körperliche Fertigkeiten
Vorschulkinder müssen ihre Grobmotorik und ihre sensorischen Fertigkeiten üben. Die Schwierigkeit der körperlichen Betätigung, auf die sie sich einlassen, und die Herausforderungen, die sie zu meistern im Stande sind, werden immer größer. Allmählich lernen sie, mit beiden Beinen gleichzeitig vom Boden abzuspringen sowie auf einem Bein zu stehen. Sie lernen, alleine zu schaukeln sowie Rollschuh und Rad zu fahren. Durch vielfältige körperliche Betätigung erwerben sie eine den ganzen Körper umfassende Koordination, vertiefen die Hand-Auge-Koordination und entwickeln ein allgemeines Verständnis der eigenen körperlichen Fähigkeiten. Springen und Rennen sind ebenfalls wichtig, um die Knochenmasse aufzubauen, die sie für ihr gesamtes weiteres Leben benötigen.

Gesprochene Sprache und Rollenspiel
Vorschulkinder drücken sich immer mehr durch gesprochene Sprache aus. Das führt zu stundenlangen Rollenspielen, deren Triebfeder vor allem der Wunsch ist, das Nicht-Steuerbare zu steuern. Da Kinder die Welt, in der sie leben, nur in sehr begrenztem Maße steuern können, nutzen sie ihre Vorstellungskraft, um Situationen zu schaffen, die sie steuern können. Auf diese Weise können sie soziale Situationen durchspielen, die sie noch nicht umfassend verstehen, um für die sozialen Erscheinungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen, Erklärungsmuster zu konstruieren.

Grenzenlose Fantasie
Das Rollenspiel von Vorschülern steht in enger Beziehung zur grenzenlosen Fantasie, über die diese Kinder verfügen. Sie schaffen äußert fantasievolle Spiele, die sich über lange Zeiträume erstrecken können, getragen von den sich entfaltenden sprachlichen Fähigkeiten und der Vorstellungskraft der Kinder. Neben Märchen und anderen Anregungen für die Fantasie können auch Spielplätze mit leicht erkennbaren Themen zur Förderung dieser Entwicklung beitragen.

Ursache und Wirkung verstehen
Vorschüler erwerben durch Spielen und unmittelbare Interaktion ein immer tieferes Verständnis der Ursachen und Wirkungen der Erscheinungen in ihrer Umgebung. Da Kinder Dinge erleben müssen, um sie deutlich zu verstehen, sollten Spielplätze Möglichkeiten für Spiele mit Ursache und Wirkung bieten, etwa durch das Handhaben verschiedener Gegenstände. Weitere Elemente, wie etwa wachsende Blumen in Töpfen, können das bei dieser Altersstufe festzustellende immer gründlichere Begreifen der Welt ebenfalls unterstützen.

Stichworte zur kindlichen Entwicklung und zu einem Spielen, das für Vorschüler besonders förderlich ist:

  • Spiel, das grobmotorische Fertigkeiten unterstützt
  • Üben feinmotorischer Fertigkeiten
  • Auslöser für Rollenspiele
  • Spiele mit Ursache und Wirkung

 

Empfohlene Spielaktivitäten
Üben von Grobmotorik, Raumgefühl und Gleichgewicht: Die Kinder sollten klettern, nach oben und unten steigen, wippen, rutschen, balancieren, schaukeln, langsam rotieren und Stimulationen für die Feinmotorik erhalten. Geeignete Spielgeräte sind dazu etwa Erhebungen mit Netzen, Treppen, Wipp- und Schaukelelemente, langsam rotierende Elemente.


Elemente, welche die feinmotorischen Fertigkeiten, das vertiefte Verständnis von Ursache und Effekt sowie die sprachlichen Fertigkeiten fördern: Teile aus verschiedenen Materialien, mit denen die Kinder hantieren können, Bauspiele mit Elementen im Sand, fantasievolle Themen zur Unterstützung von Rollenspielen.

Sofern landschaftsgestalterische Maßnahmen erfolgen, ist Folgendes zu berücksichtigen:

Hügel und vielfältige Aktivitäten, Schatten (z. B. durch Obstbäume), eventuell Topfblumen und Blumenbeete. Es sollte eine Vielfalt von Oberflächen aus weichen Materialien geben, wie etwa Sand, Gras, Gummi und Rindenstücke, aber auch Wege mit harter Oberfläche für Fahrräder und Fußgänger.