Vision trifft Akribie, Conrad Roland

Vision trifft Akribie, Conrad Roland

Wie lassen sich mit Seil und Netz dreidimensionale Räume gestalten? Diese Frage hat Conrad Roland bewegt und zu innovativen Konzepten inspiriert. Zunächst in der Architektur: Ein Modell seines Entwurfs des ersten Spiral-Hochhauses – mit an Seilen aufgehängten Geschossen – ist im Deutschen Architekturmuseum zu bestaunen. Auf der ganzen Welt zu finden sind die Raumnetze, die er ab 1970 für Spielplätze entwickelte.

Neu, bahnbrechend – und zeitlos
Seine Idee, die räumliche Netzarchitektur auf Spielgeräte zu übertragen, erwies sich als Volltreffer. In den 1970er Jahren waren die Spielraumnetze ein absolut neues und bahnbrechendes Konzept – imposant und dabei voller Leichtigkeit. Mittlerweile wurden mehr als 10.000 solcher Raumnetze in über 50 Ländern realisiert. Längst gelten sie als zeitloser Spielspaß und ziehen nach wie vor Kinder jeder Altersgruppe magisch an. Die Raumnetze bedeuten Abenteuer, fördern Balance, Mut und das Körpergefühl. Ganze Schulklassen können sie gemeinsam in Bewegung bringen und in ungeahnten Höhen wippen, schaukeln, rutschen, springen. 

1975 machte er aus der Idee ein Business und gründete COROCORD. Mit den Anfangsbuchstaben CoRo steckt Conrad Roland noch immer im Produktnamen. 1986 verkaufte er sein Unternehmen und zog nach Holualoa auf Hawaii. Zuvor konstruierte er für die Bundesgartenschau 1987 in Düsseldorf das bis heute größte Raumnetz der Welt: den Super-Viermast-Seilzirkus.

In Millimeterarbeit zur fertigen Konstruktion
Wegbegleiter bei COROCORD erinnern sich gut an seine akribische Arbeitsweise. In der heutigen softwareunterstützten Zeit kaum mehr vorstellbar, hat Conrad Roland jeden Millimeter der teils extrem komplexen Konstruktionen exakt mit der Hand gezeichnet. Solange, bis alles hundertprozentig stimmte. Hier blitzte immer wieder die Handschrift seiner architektonischen Ausbildung bei Ludwig Mies van der Rohe – einem Pionier der modernen Baukunst – durch. Das Streben nach Perfektion konnte dabei durchaus so weit gehen, dass Bauteile aus Bongossiholz von Roland persönlich noch ein liebevolles Finish mit kaltgepresstem Olivenöl erhielten, bevor er das Spielgerät für vollendet erklärte.

COROCORD: Inbegriff für einzigartige Raumnetze
Seit 2005 gehört COROCORD zu KOMPAN – und ist dort in besten Händen. Denn wir halten das Lebenswerk Conrad Rolands in Form unseres großen und stetig wachsenden Raumnetz-Programms, basierend auf seinen Konstruktionen, in Ehren und lebendig. So steht das eingetragene Markenzeichen auch heute noch für einzigartige Spielraumnetze. 

Raumnetz goes Hawaii
Als Ausdruck der Wertschätzung und bleibende Erinnerung an Conrad Roland bringt KOMPAN ein Raumnetz an den Ort, an dem er lebte, ein Paradiesgartenprojekt verwirklichte und am 25. September 2020 verstarb. Das Spielgerät wird auf dem Gelände des Donkey Mill Art Center of Hawaii, ein Kunstmuseum mit pädagogischem Anspruch, errichtet. So kehrt seine Erfindung zu ihrem Ursprung zurück und wird jede Menge Kinder glücklich machen – ein schöner Gedanke.

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